Tipps für ein langes Wochenende in Los Angeles

Blick auf Downtown Los Angeles

Los Angeles war der vorletzte Stopp auf unserer Reise entlang der Westküste der Vereinigten Staaten. Als Mekka der Filmindustrie und Verkörperung des amerikanischen Lifestyles war und ist es wohl für viele junge Menschen Anziehungspunkt und Sehnsuchtsort.

Inhaltsverzeichnis

Die City of Angels - ein Überblick

Zuerst, L.A. ist riesig. Dementsprechend facettenreich ist die Stadt – und dementsprechend groß sind die Gegensätze, die in der Stadt der Engel herrschen. Zum einen gibt es die Stadtteile der Superreichen, die vor allem in den Hügeln von Beverly Hills oder Bel Air leben. Zum anderen gibt es Stadtteile wie Skid Row, in denen die Obdachlosigkeit und Kriminalität wohl so hoch sind wie nur an wenigen anderen Orten in den USA und die Menschen teilweise Zelt an Zelt auf der Straße leben. Doch keine Sorge, in der Regel wirst du diese Orte als Tourist nicht durchqueren.

Alleine wegen der Größe und den Distanzen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten solltet ihr definitiv ein paar Tage einplanen, wenn ihr L.A. besucht. Ganz abgesehen von dem Verkehr, der wirklich anstrengend und unübersichtlich sein kann. Wir waren 3 volle Tage dort und würden dies auch mindestens empfehlen.

Tag 1 - Universal Studios

Wenn ihr nach L.A. reist, solltet ihr euch auf jeden Fall die Zeit nehmen, eines der Filmstudios zu besuchen. Wir entschieden uns für die Universal Studios nördlich der Hollywood Hills. Und ja, dafür solltet ihr definitiv einen ganzen Tag einplanen. 

Wenn ihr möglichst viele der Attraktionen und Fahrgeschäfte nutzen wollt, lohnt sich für euch wahrscheinlich ein Express Pass. Mit dem habt ihr Vorrang, müsst jedoch dementsprechend mehr zahlen. Wenn ihr euch das Geld lieber für andere Dinge sparen wollt, solltet ihr die Attraktionen, die ihr auf jeden Fall besuchen wollt, bereits am Anfang aufsuchen. Dann sind die Wartezeiten in der Regel noch überschaubar.

Die Universal Studios sind in verschiedene Themenwelten unterteilt. Unser Highlight war definitiv die Wizarding World of Harry Potter mit dem Nachbau des Dorfes Hogsmeade und dem Schloss Hogwarts aus dem Film.

Wenn ihr nach den Studios noch Lust auf eine Fast Food Experience habt, findet ihr am nahegelegenen Cahuenga Blvd. eine kleine Auswahl. Wir können zum Beispiel In-N-Out Burger empfehlen.

Häuserfassade in den Universal Studios
Eingangsportal der Universal Studios
Hogwarts-Nachbildung in den Universal Studios

Tag 2 - Santa Monica und Venice

Die Greystone Mansion

Am zweiten Tag wollten wir von unserem Airbnb in West Hollywood aus die westlichen Teile der Stadt erkunden. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch die Hügel von Beverly Hills und legten dort noch einen Stopp bei der Greystone Mansion ein, die als Drehort für zahlreiche Filme und Serien diente, darunter „There Will Be Blood“, „Garfield“ oder „Spider-Man“. Regelmäßig finden Events und Touren in der Villa statt, in denen unter anderem die verwendeten Drehorte gezeigt werden.

Grünanlage in der Greystone Mansion

Santa Monica

Der zweite Stopp an diesem Tag lautet Santa Monica. Die Stadt an der Pazifikküste ist wohl eines der meistbesuchten Reiseziele im Raum Los Angeles. Grund dafür ist vor allem der Santa Monica Pier mit seinen zahlreichen Fahrgeschäften, Shops und Restaurants. Zugleich ist der Pier Endpunkt der berühmten Route 66, die über fast 4000 Kilometer quer durch die USA von Chicago bis Kalifornien verläuft. Nur wenige Minuten Fußweg entfernt liegt die 3rd Street Promenade. Die Einkaufsstraße ist sowohl bei Einheimischen als auch Touristen beliebt und in jedem Fall einen Abstecher wert.

Besonders lohnenswert ist auch der Sonnenuntergang am Santa Monica Beach mit Blick auf das Pier und die dahinter liegenden Santa Monica Mountains.

Endpunkt der Route 66 am Santa Monica Pier
Santa Monica Pier mit Blick auf den Pacific Park
Sonnenuntergang in Santa Monica

Venice Beach

Nächster Halt ist Venice Beach, das knapp 4 Kilometer südlich liegt. Wenn ihr genug Zeit und Ausdauer habt, nutzt unbedingt den Venice Boardwalk, der euch direkt am breiten Strand entlang führt, vorbei an kleinen Parks und dem berühmten Muscle Beach führt.

Bunt, schrill, hip und extrovertiert – das alles sind Eigenschaften, mit denen man Venice Beach und vor allem die Gegend um die Windward Avenue beschreiben könnte. In den Pools des Venice Beach Skateparks zeigen Skater aller Altersklassen ihre Tricks. Entlang der Promenade versuchen allerlei Straßenkünstler die Aufmerksamkeit der Menschen zu gewinnen. Am Muscle Beach flexen die Bodybuilder mit ihren Muskeln. An den Mauern und Häusern sind zahlreiche farbige Graffitis zu sehen. Daneben findet ihr am Ocean Front Walk zahlreiche Restaurants und Shops.

Etwas ruhiger geht es hingegen im Venice Canal Historic District zu, der nur einen Katzensprung entfernt liegt. Und der ist genau das, was der Name erahnen lässt. Die Wohngegend ist von Kanälen durchzogen, über die kleine Brücken führen und so für einen entspannten Spaziergang einladen.

Skatepark am Strand von Venice
Graffiti in Venice

Tag 3 - Hollywood und Downtown

Der Walk of Fame

Da wir die Tage ansonsten weitestgehend verplant hatten, entschieden wir uns am Morgen für einen Besuch von Hollywood und dem Walk of Fame. Zu dieser Tageszeit wirkte der Hollywood Boulevard allerdings noch recht verschlafen. Bis auf ein paar Menschen mit Filmkostümen, die auf Fotos mit den wenigen Touristen hofften, war unser Spaziergang eher unspektakulär. Dementsprechend ist es vielleicht sinnvoller, den Walk of Fame später am Tag zu besuchen, wenn mehr Trubel herrscht.

Blick entlang des Hollywood Blvd.

Hollywood Sign & Griffith Observatory

Um vom Walk of Fame zum Griffith Observatory zu fahren, lohnt der Weg durch die Hollywood Hills, um die Aussicht auf das Hollywood Sign zu genießen. Ein beliebter Ort dafür ist beispielsweise der Lake Hollywood Park. Wer möchte, kann natürlich auch den Weg bis ganz nach oben zu Fuß auf sich nehmen, uns reichte jedoch der Blick von unten.

Der nächste Stopp ist einer unserer Favoriten in Los Angeles: das Griffith Observatory. Zum Parken habt Ihr zwei Optionen. Zum einen könnt ihr entlang der Straße oder auf dem Parkplatz am Observatorium kostenpflichtig parken. Zum anderen gibt es, sofern keine Veranstaltung im Greek Theatre ist, kostenfreie Parkplätze am Fuß des Hügels. Von dort könnt ihr gegen eine geringe Gebühr den Bus nehmen oder einen der Trails wählen und zu Fuß zum Observatorium gehen (ca. 25 Minuten). Vom Griffith Observatory selbst habt ihr eine atemberaubende Aussicht auf Los Angeles inklusive Downtown und das Hollywood Sign. Im Observatorium selbst finden täglich Events und Shows statt, für die ihr teilweise Tickets benötigt. Informiert euch im Vorfeld am besten auf der Website über das aktuelle Programm.

Blick auf das Griffith Observatory
Blick auf Downtown Los Angeles
Das Hollywood Sign

Downtown Los Angeles

Downtown L.A. ist nicht unbedingt der erste Ort, der einem in der Metropole empfohlen wird. Wir planten ihn vor allem auch wegen der nachfolgenden Aktivität ein, die am Abend stattfand. Nichtsdestotrotz gibt es hier neben den in amerikanischen Großstädten typischen Wolkenkratzern zahlreiche weitere Orte, die einen Besuch durchaus wert sind. Zu solchen zählen zum Beispiel die Walt Disney Concert Hall oder The Broad, ein Museum für moderne Kunst.

Für Buch- und Schallplattenliebhaber ist ein Abstecher zu „The Last Bookstore“ ein Muss. Der mehrstöckige Buchladen ist ein absoluter Hingucker mit unzähligen, teils kunstvoll arrangierten Büchern. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Standseilbahn Angels Flight. Die 1903 erstmals eröffnete Bahnstrecke gilt als eine der kürzesten der Welt.

Auch Liebhaber der Kulinarik können in Downtown voll auf ihre Kosten kommen. Am Fuß des Angels Flight befindet sich der Grand Central Market. Die 1917 eröffnete Markthalle bietet kulinarische Köstlichkeiten für jeden Geschmack, ob klassisch amerikanisch, mexikanisch, asiatisch, italienisch oder sogar deutsch. Hier wird jeder glücklich.

The Last Bookstore in Downtown L.A.
Der Angels Flight in Downtown L.A.

Ein NBA-Spiel der Lakers

Bei einer Reise in die Großstädte der USA darf meiner Meinung nach ein Besuch der typischen amerikanischen Sportarten wie American Football, Baseball oder Basketball nicht fehlen. Die Saisons der Profiligen verlaufen jedoch nicht immer parallel. Wir holten uns Karten für ein NBA-Spiel der Los Angeles Lakers, die in der crypto.com-Arena in Downtown beheimatet sind. Dort spielten bereits Legenden wie „Magic“ Johnson, der viel zu früh verstorbene Kobe Bryant oder aktuell LeBron James.

Statue von Kareem Abdul Jabbar
Die crypto.com-Arena bei einem Spiel der L.A.-Lakers

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