Meine Tipps für einen Tag in Maastricht

Blick auf die Servatiuskirche und Sint-Janskerk

Wohnen in Köln hat definitiv seine Vorzüge – in der eigenen Stadt ist zwar immer was los, ein Tagesausflug in die Nachbarländer Belgien und die Niederlande ist jedoch auch immer eine Empfehlung. Unser erster Auslandsausflug 2025 führte uns in die Hauptstadt der niederländischen Region Limburg: Maastricht.

Inhaltsverzeichnis

Maastricht – die Perle von Limburg

Die Stadt Maastricht kann auf eine 2000-jährige Geschichte zurückblicken. Die Stadt besticht durch ihre einzigartige Architektur und ihre lebendige Lebensart. Durch ihre Lage zwischen Deutschland und Belgien versprüht Maastricht ein internationales Flair mit vielfältigen kulturellen Einflüssen. Dazu trägt auch die junge Universität bei, die durch international ausgerichtete Studiengänge von vielen ausländischen Studierenden besucht wird.

Bekannt ist Maastricht auch für seine Fertigungsindustrie. Die Gassen der Stadt eignen sich ideal zum Flanieren und die vielen kleinen Boutiquen und Geschäfte durchzustöbern.

Wyck

Wenn ihr mit der Bahn nach Maastricht reist, ist das rechts der Maas gelegene Wyck der erste Stadtteil, den ihr zu sehen bekommt. Es lohnt sich, nicht direkt in Richtung St.-Servatius Brücke zu laufen, sondern sich die Zeit zu nehmen, durch die Straßen von Wyck zu schlendern.

Neben der schönen Architektur mit traumhaften Stadthäusern bietet das Viertel eine wunderbare Vielfalt an Geschäften zum Stöbern und Shoppen. Neben Vintage-Stores gibt es zahlreiche moderne und exklusive Boutiquen. Für Kunstinteressierte lohnt sich der Weg ans südliche Ende des Viertels zum Bonnefantenmuseum, das neben einer beeindruckenden permanenten Ausstellung auch temporäre Ausstellungen anbietet.

Häuserfassade in Maastricht Wyck
Eckhaus in Maastricht Wyck
Schild in Maastricht Wyck

Sint Servaasbrug

Wenn ihr von Wyck die andere Seite von Maastricht erreichen wollt, ist die St.-Servatius-Brücke die erste Option. Sie ist die älteste Brücke der Niederlande und wurde bereits Ende des 13. Jahrhunderts errichtet. Seitdem wurde sie allerdings mehrfach umgebaut und renoviert. Zuletzt musste sie nach Ende des 2. Weltkriegs neu aufgebaut werden, nachdem die Wehrmacht sie bei ihrem Rückzug aus der Stadt schwer beschädigt wurde. Sie ist nach dem ersten Bischof der Stadt benannt, der im 4. Jahrhundert lebte.

De Helpoort

Wenn ihr nach der St. Servaasbrug links in Richtung Hoge Brug geht und der alten Stadtmauer von Maastricht folgt, gelangt ihr zum Helpoort im Jekerkwartier. Das Stadttor war Teil des ersten Befestigungswalls der Stadt und wurde während des 13. Jahrhunderts errichtet. Es ist das einzige noch bestehende Stadttor von Maastricht und gleichzeitig das älteste der Niederlande.

Blick auf das Helpoort Maastricht
Blick auf das Helpoort Maastricht

De Bisschopsmolen

Im Jekerkwartier findet ihr ein weiteres Must-See der Stadt, die Bisschopsmolen. Die 2004 restaurierte Wassermühle wird durch das Wasser der Jeker betrieben und befindet sich auf der Rückseite der Bäckerei De Bisschopsmolen. Dort könnt ihr den Bäckern zusehen, wie sie traditionell Brot und Gebäck zubereiten.

In der Bäckerei könnt ihr unter anderem das typische limburgische Gebäck Vlaai genießen, ein Gebäck aus flachem Hefeteig und Obstkompott.

Straßenzug an der Bisschopsmole Maastricht
Wassermühle in Maastricht

Basiliek van Onze Lieve Vrouwe

Nur wenige Meter entfernt von der Bischofsmühle befindet sich die Liebfrauenbasilika. Dort wurde bereits im 5. Jahrhundert eine Kirche errichtet und noch heute finden sich Überreste aus römischer Zeit. Das Gebäude in seiner heutigen Form datiert aus dem 11. und 12. Jahrhundert, jedoch gab es im Laufe der Jahrhunderte verschiedene An-, Um- und Rückbauten. 1933 wurde sie von Papst Pius XI. zur Basilica minor ernannt.

Turm der Liebfrauenbasilika Maastricht
Eingang zur Liebfrauenbasilika Maastricht

Vrijthof & Basiliek van Sint Servaas

Wenn ihr von der Liebfrauenbasilika aus der Bredestraat folgt, gelangt ihr zu einem der großen zentralen Plätze in Maastricht, der von zahlreichen historischen Gebäuden umgeben ist. Dazu zählen zum Beispiel das Theater am Vrijthof, die Sint-Janskerk und die Servatiusbasilika. Diese gilt als älteste erhaltene Kirche des Landes und wurde auf dem Grab des 384 verstorbenen Bischofs von Tongern, Servatius, errichtet. Zur Kirche gehört die Schatzkammer mit Reliquien des Bischofs und anderen Heiligen, die ihr für 7 € besichtigen könnt.

Außerdem finden in den wärmeren Monaten regelmäßig Konzerte auf dem Platz statt. Daneben lohnt es sich auch, eines der zahlreichen Restaurants auszuprobieren, die vor allem an der östlichen Seite des Platzes zu finden sind.

Blick auf die Servatiusbasilika Maastricht
Innenansicht der Servatiusbasilika Maastricht
Blick auf die Sint-Janskerk Maastricht
Kreuzgang der Servatiusbasilika

Boekhandel Dominicanen

Die Buchhandlung Dominicanen ist wohl eine der einzigartigsten weltweit. Die alte Dominikanerkirche wird seit 2006 in dieser Funktion genutzt. Auch wenn man sich nicht für Bücher begeistert, sollte man sich einen Besuch in der Kirche nicht entgehen lassen.

Wer sich ein Buch gekauft hat, der kann gleich im integrierten Café in den Seiten schmökern. Darüber hinaus bietet die Buchhandlung regelmäßige Veranstaltungen und Lesungen an. Auf der Website könnt ihr nachlesen, welche Gäste während eures Aufenthalts dort sind (allerdings auf Niederländisch).

Innenansicht des Buchhandels Dominicanen Maastricht
Außenansicht des Buchhandels Dominicanen Maastricht
Innenansicht des Buchhandels Dominicanen Maastricht

Stadhuis

Nur wenige Minuten zu Fuß entfernt befindet sich das historische Rathaus der Stadt, das im 17. Jahrhundert vom Architekten Pieter Post entworfen und errichtet wurde. Das Stadhuis befindet sich am Marktplatz von Maastricht, auf dem zweimal wöchentlich (Mittwoch und Freitag) der Wochenmarkt stattfindet. Daneben findet ihr zahlreiche Restaurants rund um den Markt, die klassische regionale Küche wie „Maastrichts Zuurvlees„, aber auch internationale Küche anbieten.

Blick auf das Stadhuis Maastricht
Gastronomie am Markt Maastricht

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