2 Tage in San Francisco – Tipps und Sehenswürdigkeiten

Blick auf die Golden Gate Bridge in San Francisco

San Francisco – die Stadt an der zentralen Pazifikküste von Kalifornien ist vor allem für die Golden Gate Bridge berühmt. Doch die Stadt hat wesentlich mehr zu bieten. Sie ist Schmelzpunkt für Kulturen aus aller Welt und zentraler Knotenpunkt der Popkultur. Während der Hippiebewegung in den 60ern erlangten zahlreiche Künstler aus der Stadt Berühmtheit, das Castro-Viertel hat eine wichtige Bedeutung für die queere Community weltweit und die Tech-Branche der Bay-Area ist in der ganzen Welt berühmt.

Das Beste an San Francisco – die Stadt ist für amerikanische Verhältnisse sehr kompakt gebaut, sodass man nicht auf ein Auto angewiesen ist. 

Inhaltsverzeichnis

San Francisco – City by the Bay

Für viele Reisende ist die Stadt idealer Start- oder Endpunkt einer Reise entlang der Pazifikküste oder zu den Nationalparks im Landesinneren. Es lohnt sich jedoch allemal, hier mehr als nur einen kurzen Zwischenstopp einzuplanen.

Dadurch, dass die meisten Sehenswürdigkeiten hier auf einem recht kleinen Umkreis verteilt sind, kann man sich in der Stadt viel zu Fuß oder mit Fahrrädern fortbewegen. Gleichzeitig ist San Francisco ziemlich hügelig. Für manche Strecken lohnt es sich, eher auf eines der bekannten Cable Cars zurückzugreifen.

Tag 1 – Golden Gate Park und Golden Gate Bridge

Für uns war San Francisco Ausgangspunkt unserer Reise nach Kalifornien. Nachdem wir am Vorabend mit heftigen Regengüssen begrüßt wurden und schlecht in den Schlaf gekommen waren, haben wir am ersten Tag einen ziemlich langen Marsch quer durch den Westen San Franciscos gewagt.

Painted Ladies am Alamo Square

Da unsere Unterkunft in San Francisco nur wenige Blocks vom Alamo Square entfernt lag, starteten wir unseren ersten Tag dort. Der Park an sich bietet eine tolle Aussicht auf die Skyline von San Francisco. Eigentliches Highlight sind aber die sogenannten Painted Ladies, eine Reihe von farbenfrohen viktorianischen Häusern aus dem 19. Jahrhundert. Die Häuserreihe ist nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil sie in zahlreichen TV-Produktionen wie Full House gezeigt wird.

Der Golden Gate Park

Von den Painted Ladies sind es nur ein paar Blocks bis zum Golden Gate Park, der sich auf einer Länge von 5 Kilometern bis zum Pazifik erstreckt und ist damit größer als der Central Park in New York. Wir haben diese Strecke zu Fuß zurückgelegt, wer das nicht möchte, der kann den Park natürlich auch mit dem Fahrrad erkunden.

Theoretisch könnte man alleine hier einen ganzen Tag verbringen, denn der Park beheimatet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie den Botanical Garden, den Japanese Tea Garden sowie die California Academy of Sciences und das de Young Museum.

Der Japanese Tea Garden im Golden Gate Park
Das Conservatory of Flowers im Golden Gate Park

Lunch am Ocean Beach

Ganz im Westen endet der Park am Ocean Beach, was wir zum Anlass nahmen, dort eine Mittagspause einzulegen. Wir deckten uns einfach mit ein paar Kleinigkeiten vom Supermarkt ein, es gibt jedoch auch ein paar Cafés und Restaurants in der Gegend.

Entlang der Aussichtspunkte auf die Golden Gate Bridge

Nachdem es am Morgen noch bedeckt war, klarte der Himmel am Nachmittag langsam auf, sodass wir auf unserem Weg entlang der Trails wundervolle Blicke auf den Eingang der Bucht hatten. Schließlich konnten wir die Golden Gate Bridge, das weltweit bekannteste Wahrzeichen von San Francisco, bei bestem Sonnenschein bestaunen, was aufgrund des häufigen Nebels in der Bucht nicht selbstverständlich ist.

Um von dieser Seite einen guten Blick auf die Golden Gate Bridge zu haben, lohnt sich zum Beispiel der Weg hinunter zum Baker Beach oder die Aussicht vom Battery East Trail.

Solltet ihr mehr Zeit mitbringen oder nach eurem Aufenthalt in San Francisco nach Norden Richtung Golden Gate National Recreation Area fahren, lohnt es sich auch, die Aussichtspunkte auf dieser Seite der Brücke aufzusuchen.

Blick auf die Golden Gate Bridge vom Lands End Trail

Dinner in Little Italy

Das Viertel North Beach im Nordosten von San Francisco wird aufgrund der Vielzahl italienischer Einwanderer auch Little Italy genannt. Vor allem in der Nähe des Washington Squares gibt es zahlreiche italienische Restaurants, die bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt sind. 

Fahrt mit den Cable Cars San Franciscos

Was während eures Aufenthalts nicht fehlen sollte, ist eine Fahrt mit einem der berühmten Cable Cars, die seit 1873 zum Stadtbild gehören. Heute gibt es in San Francisco noch 3 Linien, die im Nordosten der Stadt unterwegs sind. Eine Einzelfahrt mit einem Cable Car kostet euch 8 $.

2 Cable Cars in San Francisco
St. Peter & Paul Kirche am Washington Square

Tag 2 – Alcatraz und der Hafen von San Francisco

Der zweite Tag in San Francisco beginnt mit einem der größten Highlights der Stadt, der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz. Vom Pier 33 bietet es sich danach vor allem an, den nordöstlichen Teil der Stadt zu erkunden.

Die Gefängnisinsel Alcatraz

Wir haben am zweiten Morgen direkt die erste Fähre auf die berühmte Insel Alcatraz genommen, die mitten in der Bucht von San Francisco liegt. Auch wenn die Insel nur etwa 30 Jahre als Gefängnis diente, ist sie von zahlreichen Mythen umgeben, von denen ihr einige näher kennenlernen werdet.

Die Atmosphäre auf der Insel in der San Francisco Bay ist einzigartig, speziell bei leichtem Wind und Nebel, wie wir es erlebt haben. Bei gutem Wetter habt ihr von der Fähre und Alcatraz auch einen hervorragenden Blick auf die Bay Area, die Golden Gate Bridge sowie die Skyline mit dem Hafen und Financial District.

Alcatraz ist neben der Golden Gate Bridge die bekannteste Sehenswürdigkeit in San Francisco und dementsprechend beliebt. Ihr solltet euch also definitiv ein paar Tage im Vorfeld um Tickets über Alcatraz City Cruises kümmern. Für eine Tour auf die Insel inklusive der Fährfahrt und selbstgeführter Audiotour zahlt ihr 47,95 $ pro Person (September 2025).

Skyline von San Francisco von Alcatraz aus
Zellengang im ehemaligen Gefängnis Alcatraz
Blick auf Alcatraz von der Fähre

Das historische Ferry Building

Wenn ihr nach eurer Rückkehr an die Piers von San Francisco weiter nach Süden geht oder die Straßenbahn bis The Embarcadero & Ferry Building nehmt, gelangt ihr direkt zum historischen Gebäude, das 1898 eröffnet wurde.

Anfangs diente das Gebäude lediglich als Fährterminal und war für den Transport in San Francisco und der Bucht essenziell. Heute haben sich innerhalb des Terminals auch zahlreiche Restaurants und Feinkostläden angesiedelt, die zum Schlendern und Verweilen einladen.

Das Ferry Building in San Francisco von außen
Das Ferry Building von innen

Lunch in Chinatown

Es gibt bereits im Ferry Building zahlreiche Stände und Restaurants, die zum Essen einladen. Wir machten uns jedoch auf den Weg zu San Franciscos Chinatown, die ein paar Blocks westlich liegt.

Dort gibt es zahlreiche chinesische Läden und Restaurants mit asiatischen Spezialitäten wie Dim Sum.

Lombard Street

Die Lombard Street im Norden San Franciscos ist eigentlich eine ganz gewöhnliche Straße und gehört teils sogar zum Highway 101, der an der gesamten Westküste der USA entlang führt. Zwischen Hyde und Leavensworth Street wurden jedoch aufgrund der dortigen Steigung Haarnadelkurven eingebaut, die heute eine beliebte Sehenswürdigkeit und Fotomotiv sind.

An sich bleibt die Straße recht unspektakulär, speziell von der Hyde Street hat man jedoch einen guten Ausblick auf San Francisco und den Coit Tower.

Blick von oben auf die Lombard Street
Die Lombard Street von unten

Fisherman´s Wharf

Drei Blocks nördlich der Lombard Street beginnt das Hafenviertel Fisherman’s Wharf mit seinen zahlreichen Restaurants und Souvenirshops. Für Schokoladenfreunde ist ein Abstecher zum Ghirardelli Square lohnenswert, einst Sitz des gleichnamigen Schokoladenherstellers, an dem ihr auch heute noch eine heiße Schokolade genießen könnt.

Das Highlight und die beliebteste Attraktion des Viertels ist jedoch das Pier 39.

Eingang zur Ghirardelli Chocolate Experience
Boote im Hafen von San Francisco

Dinner am Pier 39

Das Pier ist der Touristenmagnet am Hafen. Grund dafür sind unter anderem die Seelöwen, die auf den Stegen beheimatet sind.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Shops, Fahrgeschäfte und Restaurants, die primär Fisch und Meeresfrüchte anbieten. Diese sind zwar zum Teil wirklich gut, aufgrund der Lage aber nochmal teurer als ähnliche Restaurants an weniger touristischen Orten. Wir können zum Beispiel das Pier Market Seafood Restaurant empfehlen.

Die Seelöwen-Kolonie am Pier 39
Abendessen am Pier 39
Fahrgeschäfte am Pier 39

San Francisco – und dann? Was Kalifornien sonst zu bieten hat

Wenn San Francisco Startpunkt eurer Reise an der amerikanischen Westküste ist, habt ihr für euer nächstes Ziel die Qual der Wahl.

Im östlichen Teil Kaliforniens erwarten euch zahlreiche spektakuläre Nationalparks wie Yosemite, Sequoia oder Kings Canyon. Im Norden könnt ihr die bereits genannte Golden Gate National Recreation Area oder die Muir Woods mit ihren riesigen Mammutbäumen erkunden.

Richtung Süden könnt ihr die sogenannten Redwoods ebenfalls bestaunen. Auch wir wollten auf unserem Weg einen Halt in einem der Parks machen, mussten jedoch aufgrund des Wetters darauf verzichten. Nichtsdestotrotz lohnt sich der Weg entlang des Pacific Coast Highways mit Highlights wie der Monterey Bay oder Big Sur. Noch weiter südlich erreicht ihr die Metropole Los Angeles, für die ihr euch ebenfalls ein paar Tage Zeit nehmen solltet.

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