Die besten Tipps für euren Urlaub in Marokko

Blick auf das Atlasgebirge südlich von Marrakesch

In unserem Blogartikel erfahrt ihr alles, was ihr für eine Reise nach Marokko wissen müsst: die beste Reisezeit, die Sicherheit für Touristen, Transportmöglichkeiten, Kosten, Bezahlung und vieles mehr. Auch wenn wir während unserer ersten Reise nur die Region um Marrakesch und die Küste rund um Essaouira erkundet haben, können einige der Tipps in ganz Marokko hilfreich sein.

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Inhaltsverzeichnis

Die beste Reisezeit für Marokko

Die Reisezeit hängt in erster Linie davon ab, welche Reiseziele ihr auf eurer Reise nach Marokko ansteuern wollt. Wenn ihr hauptsächlich die im Landesinneren gelegenen Städte wie Marrakesch oder Fes besuchen wollt, solltet ihr die Sommermonate eher meiden, da dort Temperaturen bis zu 40 Grad herrschen können. Daher solltet ihr hier eher die Frühlings- oder Herbstmonate einplanen. Wir waren im Oktober für drei Nächte in Marrakesch und haben es als weitestgehend angenehm wahrgenommen. Speziell die Nachmittagssonne hat sich recht heiß angefühlt, doch findet man in der Medina immer ein schattiges Plätzchen in den zahlreichen Gassen. Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten wie den Jardin Majorelle oder den Palais de la Bahia hatten wir bereits morgens eingeplant, um sowohl den großen Menschenmengen als auch der Mittagshitze zu entgehen.

Auch die Wüstenregionen der Sahara solltet ihr im Sommer eher meiden. Richtung Winter kann es sich in der Wüste nachts jedoch schnell abkühlen, sodass ihr lange Sachen dabei haben solltet. Gleiches gilt für das Atlasgebirge, in dem es im Winter auch zu Schneefällen kommen kann.

In den Küstenregionen, zum Beispiel Agadir oder Casablanca, herrschen im Sommer hingegen angenehme Temperaturen um die 25 Grad. Auch wir hatten in Essaouira angenehmes Wetter, um die Stadt zu erkunden, klassisches Strandwetter herrschte aufgrund von häufiger Bewölkung und Wind jedoch auch nicht. 

Wenn ihr eine Rundreise in verschiedene Regionen des Landes plant, bieten sich demnach vor allem die Spätfrühlings- und Herbstmonate an, da ihr dort die angenehmsten Temperaturen erwarten könnt.

Blick auf den Verteidigungsturm am Hafen von Essaouira

Einreise nach Marokko

Um nach Marokko zu reisen, benötigt ihr einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Wenn ihr nicht vorhabt, mehr als 90 Tage im Land zu bleiben, benötigt ihr für die Einreise kein zusätzliches Visum. Ihr müsst lediglich die Einfuhrbestimmungen beachten, die beispielsweise durch das Auswärtige Amt aufgeführt werden.

Der Einreiseprozess war bei uns in Marrakesch jedoch recht langwierig. Jeder Reisende wurde einzeln zu den Zollbeamten gebeten und kurz zu den Beweggründen der Reise befragt. Letztlich jedoch alles unkompliziert.

Anreise mit dem Flugzeug

Die beliebten touristischen Ziele und größeren Städte wie Casablanca, Rabat, Fes, Agadir oder Marrakesch werden von zahlreichen Flughäfen in Deutschland angeflogen. Je nachdem, zu welcher Jahreszeit ihr fliegt, könnt ihr mit Anbietern wie Ryanair schon sehr günstig nach Marokko fliegen. Speziell wenn ihr in den deutschen Grenzregionen wohnt, kann es sich lohnen, aus dem Nachbarland zu fliegen. Wir sind beispielsweise von Brüssel geflogen, da die Flüge zu der Zeit deutlich günstiger waren als von Köln oder Düsseldorf aus.

Anreise mit dem Auto

Wenn ihr abenteuerlustig seid und mehr Zeit mitbringt, könnt ihr statt mit dem Flugzeug mit dem Auto nach Marokko reisen. Dazu könnt ihr per Fähre zum Beispiel von Andalusien in Spanien auf den afrikanischen Kontinent nach Tanger fahren. Je nach Abreisehafen in Spanien dauert die Fahrt nach Afrika etwa 60 bis 90 Minuten.

Alles zum Thema Geld in Marokko

Wenn ihr euch in einem Land mit einer anderen Währung bewegt, ist das Thema Geld auf jeden Fall etwas, mit dem ihr euch beschäftigen solltet: Geld abheben, Bezahlung, Trinkgeld, Kosten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema Geld.

Währung in Marokko

Die marokkanische Landeswährung heißt Dirham (MAD). Aktuell (Stand: Juni 2025) bekommt ihr für 1 Euro etwa 10,5 Dirham. Der Wechselkurs war über die vergangenen Jahre weitestgehend stabil und hat sich nur marginal verändert.

Geld abheben und wechseln in Marokko

Generell gibt es speziell an touristischen Orten in der Regel immer Geldautomaten, über die ihr mit eurer Kreditkarte Geld abheben könnt. Wir sind jedoch größtenteils ohne diese Option ausgekommen. 

Stattdessen haben wir vor Ort europäisches Bargeld in Dirham umgetauscht. Hier empfiehlt es sich, wenn möglich, vorher Wechselkurse zu vergleichen. Zwar könnt ihr bereits am Flughafen Geld wechseln, häufig sind die Kurse hier jedoch schlechter als in den Wechselstuben in den Städten. Zumindest war das in Marrakesch der Fall. Die Wechselstuben sehen von außen zwar teilweise unscheinbar aus, wir haben damit jedoch nur positive Erfahrungen gemacht.

Bezahlung in Marokko

Vor allem auf den Souks ist Bargeld unumgänglich. Ansonsten hängt es auch stark davon ab, wo ihr unterwegs seid und was ihr unternehmen wollt. In den touristischen Gegenden ist Kartenzahlung oft möglich. In den Restaurants in Marrakesch und Essaouira konnten wir fast immer bargeldlos zahlen.

Budget für eure Reise nach Marokko

Grundsätzlich ist das Leben in Marokko günstiger als in Deutschland. Das gilt sowohl für Unterkünfte als auch für den täglichen Bedarf oder Mietwagen. Allerdings nähern sich in den touristischen Orten die Preise denen hierzulande an. Viele Restaurants sind vor allem auf diese Zielgruppe ausgelegt (weil viele Marokkaner sich einen Restaurantbesuch auch nicht leisten können) und dementsprechend eher auf europäischem Preisniveau. Generell sind auch in Marokko nach oben kaum Grenzen gesetzt. 

Trinkgeld – Ja oder Nein?

In Marokko wird ein Trinkgeld für verschiedene Dienstleistungen erwartet. Dazu zählt zum Beispiel das Hotelpersonal (etwa 10 Dirham pro Tag) oder, wie in Deutschland auch üblich, der Service im Restaurant (etwa 10 % der Rechnung).

Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid und tanken müsst, wird das in Marokko von einem Tankwart übernommen. Auch dort haben wir in der Regel etwa 10 Dirham für den Service gegeben.

Vielfältige Produkte auf dem Souk in Marrakesch
Stand mit Taschen auf dem Souk in Essaouira

Religion und Kultur in Marokko

Marokko ist ein islamisches Land und das werdet ihr vor allem in den Städten rund um die Uhr erleben. Mehrmals täglich rufen die Muezzine zum Gebet auf. Wenn man das bisher nicht erlebt hat und, wie wir, in aller Frühe durch die zahlreichen Moscheen in der Medina geweckt wird, ist das erstmal gewöhnungbedürftig. Am Tag selbst, wenn es auch auf den Straßen lauter wird, bekommt man davon jedoch wenig mit und auch die meisten Marokkaner scheinen ihren Alltag dadurch nicht zu unterbrechen.

Wie in den meisten orientalischen Ländern herrschen auch in Marokko überwiegend patriarchale Strukturen. Auf den Straßen werdet ihr mehrheitlich Männer sehen. Wenn ihr als Paar unterwegs seid, wird in der Regel der Mann angesprochen. Zärtlichen Austausch solltet ihr in der Öffentlichkeit vermeiden.

Ebenso ungerne gesehen wird das Tragen kurzer und knapper Kleidung, besonders als Frau, auch wenn das vielen Touristen egal zu sein scheint.

Blick auf die Koutoubia Moschee Marrakesch
Blick in die ehemalige Koranschule Medera Ben Youssef in Marrakesch

Sicherheit in Marokko – Wie sicher ist das Land?

Generell ist Marokko ein sicheres Reiseland und auch wir haben keine besonders unangenehmen Erfahrungen gemacht. Ein paar Sachen solltet ihr dennoch im Hinterkopf haben:

  • Die meisten Leute hier möchten euch etwas verkaufen oder eine Leistung aufzwingen, für die ihr bezahlen sollt. In bestimmten Ecken haben wir die Verkäufer deutlich penetranter erlebt, zum Beispiel auf dem Djemaa el-Fna am Abend oder dem Souk des Epices. Diese Orte haben wir daraufhin möglichst gemieden.
  • Sobald es wirkt, als hättet ihr die Orientierung verloren, werdet ihr von Einheimischen angesprochen, die euch scheinbar helfen wollen. Oft tun sie das auch gegen eine kleine Provision. Es ist jedoch auch möglich, dass sie euch zu ihrem Geschäft oder dem eines Freundes führen, um euch etwas zu verkaufen. Deshalb schadet es nicht, immer einen Plan zu haben, wo sich euer nächstes Ziel befindet.

Transport in Marokko

Je nachdem, was ihr in Marokko plant, habt ihr verschiedene Möglichkeiten, euch zwischen euren Zielen fortzubewegen. Nicht jedes Fortbewegungsmittel ist für jede Route geeignet, geschweige denn verfügbar.

Zug

Die größeren Städte in Marokko, zum Beispiel Marrakesch und Casablanca, sind durch ein gutes Eisenbahnnetz verbunden, auf dem mehrfach täglich Züge verkehren. Für die weniger als 3-stündige Fahrt zwischen den beiden Städten zahlt ihr 30 €. Für einen geringen Aufpreis von etwa 5 € könnt ihr statt Economy auch 1. Klasse reisen und noch mehr Komfort genießen. Wenn ihr jedoch in entlegenere Gegenden fahren möchtet, ist dies keine Option.

Bus

Auch wenn der öffentliche Nahverkehr mit dem Bus eher weniger eine Option ist, bietet sich Fernbusse an, um zwischen den Städten in Marokko zu reisen. Verglichen mit dem Zug ist dies zwar die etwas langsamere Option, dafür jedoch deutlich günstiger. Die Fahrt von Marrakesch nach Casablanca kostet euch je nach Uhrzeit weniger als 10 €. Dementsprechend ist der Bus häufig die beliebteste Alternative, um von A nach B zu gelangen. Je nach Strecke solltet ihr euch dementsprechend früh um Tickets für eure Fahrt kümmern.

Zwei beliebte Anbieter für Busreisen sind zum Beispiel CTM und Supratours.

Taxi

In Städten wie Marrakesch seid ihr in der Regel kaum auf örtliche Transportmöglichkeiten angewiesen, da ihr vieles zu Fuß erlaufen könnt. Wenn doch, dann können auch Taxis eine Option sein. 

In Marokko wird zwischen Petit und Grand Taxis unterschieden. Während die Petit Taxis zu jedem Ort fahren, den ihr möchtet, fahren Grand Taxis nach festgelegten Routen, zum Beispiel auch zwischen Städten oder Dörfern. Wenn ihr ein Taxi nutzt, solltet ihr im Vorfeld den Preis verhandeln und euch informieren, was eine Fahrt für gewöhnlich kostet. Wir haben nur einmal ein Taxi genommen, um von unserer Unterkunft in Marrakesch zu unserem Mietwagen-Anbieter zu fahren, und hatten das Gefühl, dass der Preis doch ein ganzes Stück über dem wahrscheinlich normalem Preis lag. Da das für europäische Verhältnisse jedoch immer noch günstig war, haben wir auf eine Diskussion verzichtet.

Mietwagen

Die flexibelste und gleichzeitig teuerste Alternative ist der Mietwagen. Gleichzeitig bietet euch diese Variante die meiste Flexibilität, speziell dann, wenn ihr mehrere Orte auf eurer Reise erkunden wollt. Verglichen mit europäischen und anderen touristischen Ländern ist ein Mietwagen dennoch günstig. Wir haben unseren Wagen über Oyama Car gebucht, die in den größten Städten des Landes Niederlassungen haben. Dort bekommt ihr einen Kleinwagen bereits ab etwa 150 € pro Woche.

Autofahren in Marokko

Zugegebenermaßen war der Respekt davor, in Marokko selbst mit dem Auto zu fahren, groß. Verantwortlich dafür war nicht zuletzt unser Fahrer, der uns bei der Ankunft rasant zu unserem Riad durch die engen Gassen der Medina führte.

Letztlich waren die Sorgen jedoch unbegründet. In den großen Städten sind Autos ohnehin nicht empfehlenswert und sobald man aus den Städten raus ist, ist der Verkehr an vielen Orten überschaubar. Die Straßen sind vor allem zwischen den Großstädten gut ausgebaut. Vor allem zwei Dinge gibt es jedoch zu beachten, wenn ihr euch dazu entscheidet, selbst zu fahren:

  1. Polizeikontrollen: In Marokko gibt es zahlreiche Polizeikontrollen. Das ist ungewohnt, in der Regel habt ihr aber nichts zu befürchten. In vielen Fällen werdet ihr einfach durchgewunken. Wir wurden an 5 Tagen zweimal angehalten, konnten jedoch jeweils nach kurzem Gespräch beziehungsweise Vorzeigen unserer Papiere weiterfahren. Vereinzelt kann es jedoch auch korrupte Beamte geben, mit denen ihr weniger positive Erfahrungen habt.
  2. Wildtiere: Unabhängig davon, wo ihr unterwegs seid, werdet ihr auf wilde Hunde, Ziegen oder sogar Kamele treffen. Diese halten sich zwar in der Regel neben der Straße auf, trotzdem ist eine gewisse Vorsicht ratsam, wenn ihr Tiere seht.

Internet & hilfreiche Apps

In den Riads und Hotels wird in der Regel WLAN angeboten. Die Geschwindigkeit kann jedoch zu wünschen übrig lassen. Auch viele Restaurants in touristischen Ecken bieten WLAN an. 

Wenn ihr mobil unterwegs seid, lohnt sich eine lokale SIM-Karte, damit ihr auf Maps, Sehenswürdigkeiten oder sonstige Reisetipps zurückgreifen könnt. Wir haben bei unseren letzten Auslandsreisen auf die eSim von Airalo* zurückgegriffen und damit grundsätzlich positive Erfahrungen gemacht. So seid ihr nicht auf eine zusätzliche SIM-Karte angewiesen und könnt die eSim für mobile Daten nutzen. Die Netzabdeckung in Marokko ist grundsätzlich gut, speziell in ländlicheren Regionen kann es jedoch auch hier zu Empfangsausfällen kommen. 

Auch in den unübersichtlichen Medinas ist es sinnvoll, immer eine Karte zur Hand zu haben, die auch offline verfügbar ist. Wir haben die App maps.me speziell in Marrakesch genutzt. Dort könnt ihr zudem Sehenswürdigkeiten oder Restaurants markieren.

Highlights in Marokko für eure Reiseplanung

Eine der beliebtesten Städte in Marokko ist Marrakesch nahe des Hohen Atlas. Die Stadt überzeugt mit zahlreichen einzigartigen Bauten, einer beeindruckenen Historie und vielfältiger Kulinarik. Ob Djemaa el Fna, Bahia-Palast oder Jardin Majorelle – in unserem Blog „Marrakesch in 2 Tagen entdecken“ erfahrt ihr, welche Sehenswürdigkeiten ihr dort bei einem Urlaub in Marokko nicht verpassen solltet.

Bahia Palast Marrakesch
Fenster im Jardin Majorelle in Marrakesch

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